Schauen wir der Realität ins Auge: Mietkosten gehören neben Personalkosten zu den größten Fixkosten im Unternehmen – und für Privatpersonen sind sie oft die größte monatliche Belastung. Über Jahre hinweg habe ich in meiner Arbeit mit Firmen aus unterschiedlichsten Branchen gesehen, wie entscheidend es sein kann, diese Kosten intelligent zu managen. Gerade in Zeiten steigender Inflation und stagnierender Einnahmen kann der richtige Ansatz bei den Mietkosten über „rote Zahlen“ oder „gesundes Wachstum“ entscheiden.
In diesem Beitrag teile ich 8 konkrete Tricks, um Mietkosten zu senken – gewissermaßen das „Ergebnis vieler Narben und Erfahrungen“ aus meiner Praxis. Ich werde nicht theoretisch bleiben, sondern echte Anwendungsfälle und Lessons Learned teilen. Und ja, das funktioniert nicht nur im geschäftlichen Umfeld, sondern auch im privaten Alltag.
Die Wahrheit ist: Mieten sind selten in Stein gemeißelt. In meiner Praxis habe ich erlebt, dass 60–70% der Mietverträge verhandelbar sind – die meisten scheitern nur daran, dass Mieter nicht klar und strategisch verhandeln.
Wie funktioniert das in der Praxis?
Man sollte den Marktwert der Fläche oder Wohnung kennen – anhand aktueller Vergleichsmieten im Umfeld. Hier zahlt sich eine gute Vorbereitung aus: Wer Preisindizes, Leerstandsraten oder Konkurrenzobjekte parat hat, tritt auf Augenhöhe auf. In einem Projekt mit einem mittelständischen Logistikunternehmen konnten wir die jährliche Miete um 12% senken, allein durch den Verweis auf die Marktpreise in der Nachbargemeinde.
Mein Tipp aus Erfahrung:
Nicht mit der Standardforderung „Ich will weniger zahlen“ starten, sondern zusätzliche Argumente vorbereiten – etwa eine längere Vertragslaufzeit oder die Übernahme kleinerer Instandhaltungen als Gegenleistung. So entsteht Win-Win.
Ein häufiger Fehler, den ich bei Unternehmen sehe: Räume werden nicht effizient genutzt. Ganze Büroflächen stehen leer, weil hybrides Arbeiten nicht berücksichtigt wurde.
Praktische Umsetzung:
Wir haben bei einem Klienten 2019 in einer Dienstleistungsfirma die Arbeitsplätze im Rotationsprinzip organisiert. Ergebnis: 30% weniger Bürofläche, aber höhere Zufriedenheit der Mitarbeiter. Im privaten Bereich kann es heißen: Ein Kellerraum, der doppelt als Lager und Arbeitszimmer genutzt wird, spart den Bedarf nach externen Abstellräumen.
Fazit:
Mietkosten senken heißt oft nicht, den Preis zu drücken, sondern schlicht weniger Fläche zu brauchen. Ein einfacher Raumplanungs-Check kann hier Tausende im Jahr sparen.
In vielen Fällen machen die Nebenkosten fast ein Drittel der Gesamtmiete aus. Spannend ist: Kaum jemand prüft sie.
Erfahrungswert:
Ich hatte einen Klienten, der jahrelang für eine Sicherheitsfirma bezahlte, die nie vor Ort war – nach Kündigung dieser Position sparte er jährlich mehr als 18.000 €.
Tipp:
Mietkosten senken durch konsequentes Hinterfragen jeder Betriebskostenposition. Sind Dienstleistungen notwendig, marktgerecht bepreist oder einfach historische Überbleibsel? Das gilt auch privat: Ein genauer Blick auf Hausmeisterdienste, Müllkosten oder Heizungsabrechnungen öffnet oft Potenzial.
Ein Punkt, der unterschätzt wird: Mitbewerber oder Nachbarn haben oft ähnliche Interessen. Warum nicht Flächen oder Dienstleistungen teilen?
Beispiel aus der Praxis:
2017 habe ich ein Projekt begleitet, bei dem Start-ups in einem Gewerbegebiet gemeinsam einen Konferenzraum sowie Parkplätze nutzten. Dadurch konnte die Mietfläche jedes Unternehmens um ca. 15% reduziert werden.
Für private Mieter kann eine ähnliche Logik greifen: Statt Einzelgaragen kann eine geteilte Stellplatzlösung die monatliche Miete reduzieren.
Viele Unternehmer übersehen steuerliche Potenziale. Mietkosten sind grundsätzlich als Betriebsausgaben absetzbar – aber die Kunst liegt im Detail.
Realität aus Projekten:
Bei einem Mandanten in der Kreativbranche haben wir zusätzliche Förderungen für umweltgerechte Sanierungen genutzt. Die Mietkosten wurden nicht direkt geringer, aber die steuerlichen Rückflüsse senkten die effektiven Ausgaben um fast 20%.
Privat gilt: Wohngeld oder Zuschüsse für energieeffiziente Maßnahmen können indirekt Mietlasten abmindern.
Ich weiß, niemand zieht gerne um – dennoch ist Standortverlagerung oft der größte Hebel.
Case aus meiner Beratung:
Ein Handelsunternehmen verlagerte sein Zentrallager von einer Großstadt in eine Grenzregion. Ersparnis: rund 35% Mietkosten jährlich. Natürlich musste man längere Transportwege berücksichtigen, aber die Gesamtkalkulation war deutlich günstiger.
Auch für Privatpersonen gilt: Eine Wohnung 10 Minuten außerhalb des Zentrums spart oft mehrere Hundert Euro monatlich.
Spätestens seit 2020 ist klar: Viele Mitarbeiter können auch ohne festen Arbeitsplatz im Büro produktiv arbeiten.
Mein Erfahrungswert:
Ein Unternehmen, das ich beriet, reduzierte durch Homeoffice-Modelle 40% Bürofläche – ohne Produktivitätseinbußen. In Zahlen: 200.000 € Einsparung jährlich.
Auch für Privatpersonen kann Homeoffice ein Mietkostenfaktor sein: Wer weniger pendelt, kann eine Wohnung mit besserem Preis-Leistungs-Verhältnis in Randlagen wählen.
Ich will nicht romantisieren – Eigentum ist nicht für jeden der beste Weg. Aber wenn Mietkosten Jahr für Jahr steigen, muss man mindestens prüfen, ob Eigentum langfristig günstiger ist.
Persönliche Erfahrung:
Ein Klient, der immer zögerte, kaufte 2016 eine Gewerbefläche. Heute sind die Raten geringer als vergleichbare Mieten – und zusätzlich hat er ein werthaltiges Asset geschaffen.
Auch privat gilt: Wer in Regionen mit moderaten Immobilienpreisen kauft, baut Vermögen auf und entzieht sich den jährlichen Mietsteigerungen.
Am besten Mietkosten senken funktioniert nicht über eine einzige Taktik, sondern über eine Kombination: Verhandeln, Flächen smart nutzen, Nebenkosten prüfen, Standortentscheidungen abwägen. Aus Erfahrung kann ich sagen: Die erfolgreichsten Unternehmen haben ihre Mietkosten nie als „gegeben“ akzeptiert – sie haben aktiv gestaltet. Genau das empfehle ich auch jedem privaten Mieter.
Nicht immer, aber in über 60% der Fälle besteht Spielraum, wenn man gut vorbereitet ist.
Über Immobilienportale oder offizielle Mietspiegel.
Ja, wenn man Gesamtkosten inklusive Transport und Nebenkosten berücksichtigt.
Posten einzeln prüfen und gegebenenfalls Widerspruch einlegen.
Ja, weil man auch günstigere Wohnungen außerhalb des Zentrums nutzen kann.
Optimal sind 3–5 Jahre mit Verlängerungsoption, das sichert Stabilität und Flexibilität.
Sie reduzieren indirekte Mietbelastungen, etwa durch Steuererstattung.
In vielen Fällen mit Zustimmung des Vermieters – und können Kosten senken.
Mit Desk-Sharing oft nur 8–12 m² statt klassisch 20 m².
Nein – es hängt stark von Liquidität, Standort und Zinssituation ab.
Unbedingt – kleine Beträge summieren sich stark.
Mit Austauschgeschäften wie längerer Vertragsbindung.
Ja – aber kalkuliert oft ein großer Hebel für Mietreduzierung.
Durch Vergleichsrechnungen und lokale Marktpreise.
Ja, oft bei Parkplätzen, Konferenzräumen oder Lagern möglich.
Langfristige Mietbindungen schützen vor zu schnellen Erhöhungen.
Alternative Objekte prüfen und Druck durch Wettbewerb erzeugen.
Ja, besonders für kleine Teams und temporäre Projekte.
Ja, bei hoher Inflation können sie sehr teuer werden.
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